Junge Menschen zeigen in Korbach ihre Solidarität mit der Ukraine

Bericht aus der WLZ

 

Mitglieder der Grünen Jugend, der Jungen Liberalen und der Jungen Union haben am Dienstagabend eine Demonstration in Korbach organisiert. Ausgestattet mit Plakaten und durch kurze Plädoyers zeigten sie ihre Solidarität mit der Ukraine.

Korbach – Der Russland-Ukraine-Konflikt gipfelte am Dienstag in der Entsendung russischer Truppen nach Luhansk und Donezk in die Ost-Ukraine. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) verurteilte die Anerkennung der „Volksrepubliken“ in der Ostukraine als „einen eklatanten Bruch des Völkerrechts“. Die EU und USA kündigten Sanktionen an.

Gegen die Entscheidung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, in die Ost-Ukraine einzumarschieren, haben am Dienstag die jungen Vertreterinnen und Vertreter der Parteien am in der Korbacher Fußgängerzone demonstriert. Plädiert wurde von Alyssa Scharf (Grüne Jugend) für den Frieden in Europa und die Freiheit.

Luise Schnatz, ebenfalls von der Grünen Jugend, bewertete die Entscheidung Putins als pure Aggression – und da die Ukraine ein Teil Europas sei, dürfe man sie nicht allein lassen. „Wir fühlen mit der ukrainischen Bevölkerung. Wir wollen keinen zweiten Kalten Krieg“, betonte Luise Schnatz. „Die Anerkennung der Separatistengebiete durch Russland bedeutet das Ende der Diplomatie“, gab sie weiter zu bedenken.

Im Anschluss an die Rede der Grünen Jugend sprach Dario Bruns von den Jungen Liberalen und hob hervor, dass Russland mit dem Völkerrecht gebrochen habe. Er forderte unter anderem den sofortigen Stopp der Gaspipeline Nordstream 2, was Bundeskanzler Olaf Scholz am gestrigen Nachmittag als Reaktion auf Moskaus Entscheidung in die Wege leitete.

Zuletzt stimmte auch Hendrik Brand (Kreisvorsitzender der Jungen Union) Schnatz und Bruns zu. Es äußerte den Wunsch nach Geschlossenheit und verwies auf innerparteiliche Streitigkeiten, die vor dem aktuellen Hintergrund beigelegt werden sollten. Zudem demonstrierten auch die Jugendlichen trotz unterschiedlicher parteilicher Bindung miteinander, was als gutes Beispiel gesehen werden dürfte, sagte Hendrik Brand. Zusammenhalt sei wichtig, forderten die vier einstimmig. Höchstes Ziel sollte sein, den Frieden in Europa zu wahren.